rbb-Intendantin Patricia Schlesinger: Rückzug aus dem Netz nicht vermittelbar

Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Bild: rbb/Thorsten Klapsch
Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Bild: rbb/Thorsten Klapsch
In der aktuellen Diskussion um öffentlich-rechtliche Angebote im Internet hat sich die Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Patricia Schlesinger, gegen eine zu starke Einschränkung des Engagements von ARD und ZDF im Netz ausgesprochen.

„Die Menschen zahlen für die Angebote von ARD und ZDF, daher müssen wir sie dort erreichen, wo sie diese Angebote suchen. Das ist natürlich auch im Netz. Dort nicht oder nur mit Teilangeboten präsent zu sein, wäre unserem Publikum schwer vermittelbar und widerspräche der vom Bundesverfassungsgericht bestätigten Entwicklungsgarantie“, sagte Schlesinger am Dienstagabend am Rande des „14. Mitteldeutschen MedienDialog“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Leipzig. Dort diskutierten Politiker, Wissenschaftler und Medienschaffende unter der Überschrift „Deutschland ohne Tagesschau? Wozu brauchen wir öffentlich-rechtlichen Rundfunk?“.

Gleichzeitig sei eine Lösung notwendig, bei der die Interessen der Verlage gewahrt blieben: „Dazu gehört, dass wir Video und Audio weiter ausweiten. Text-Angebote sind aus unserer Sicht aber auch künftig weiter nötig, nicht nur bei Breaking News, schnellen Aktualisierungen oder Hintergrundinformationen“, sagte Schlesinger.

Weblink: rbb24

Kyra Berkenhof

Journalistin, München/Berlin. Schreibt seit Mai 2017 für "Medien News Blog" Mail: kyra.berkenhof@medien-news.blog

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