Medienmagazin journalist – Das nicht-gedruckte Interview von Ralf Rangnick

Titelautor Thilo Komma-Pöllath: „Journalisten lieben den Fußball. Nur der Fußball liebt keine Journalisten“.  Foto: journalist/Medien News Blog
Titelautor Thilo Komma-Pöllath: „Journalisten lieben den Fußball. Nur der Fußball liebt keine Journalisten“.  Foto: journalist/Medien News Blog
Das Medienmagazin journalist dokumentiert in seiner Februar-Ausgabe, wie ein Interview mit Ralf Rangnick, dem Sportdirektor von RB Leipzig, kaputtautorisiert wurde. Ursprünglich sollte das Rangnick-Interview im Playboy erscheinen.

Weil jedoch von dem eigentlichen Gespräch nach der Autorisierung nicht mehr viel übrig geblieben war, hatte sich der Playboy dazu entschieden, auf den Abdruck zu verzichten.

Medienmagazin journalist, Foto: journalist-magazin.de
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Im journalist zeichnet der Interviewer Thilo Komma-Pöllath den Fall nach und kritisiert den Umgang mit Medien im Profifußball. „Übervorsichtige Spieler und Akteure lassen nur noch systemkonforme Journalistenfreunde an sich heran, denen sie oft nur Banalitäten anvertrauen. Die aber exklusiv“, so Komma-Pöllath im journalist. In den vergangenen Jahren habe sich bei den Vereinen eine mediale Wagenburgmentalität breitgemacht, „die gerade unabhängigen Printjournalismus im unmittelbaren Bundesliga-Umfeld schwierig macht“, so Journalist und Buchautor Thilo Komma-Pöllath.

journalist-Chefredakteur Matthias Daniel im Editorial der Februar-Ausgabe: „Das ganze Ärgernis Autorisierung fängt ja schon damit an, dass in der Regel gar nicht mehr der Gesprächspartner selbst sein Interview autorisiert, sondern PR-Berater oder Pressestellen schrauben an den Manuskripten herum, bis alles Lebendige herausgequetscht ist.“

Ein bezeichnendes Beispiel gibt nun das nicht-gedruckte Interview mit Ralf Rangnick. Rund eineinhalb Stunden dauerte das Interview zwischen Journalist und Sportdirektor. Ein spannendes Gespräch mit Witz und Tiefgang, das nach der Autorisierung kaputt war. Sätze wurden umgeschrieben, ganze Antworten waren gestrichen, Passagen neu formuliert, so dass der Playboy auf den Abdruck verzichtete. Der journalist dokumentiert die Eingriffe in das Manuskript in seiner Februar-Ausgabe. „Dieses nicht-gedruckte Interview ist ein mahnendes Beispiel für eine völlig missglückte Autorisierung. Ein verhunztes Gespräch“, so Matthias Daniel.

Den gesamten Beitrag lesen Sie in der Februar-Ausgabe des Medienmagazins journalist, die gerade erschienen ist. Hintergründe zu der missglückten Autorisierung erläutert journalistChefredakteur Matthias Daniel in seinem Editorial.

Weblink: Medienmagazin journalist

Kyra Berkenhof

Journalistin, München/Berlin. Schreibt seit Mai 2017 für "Medien News Blog" Mail: kyra.berkenhof@medien-news.blog

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